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Personalkosten senken durch Entgeltoptimierung

Ausgabe:
Für Arbeitgeber:  Steuer- und damit auch sozialabgabenfreie Gehaltsbestandteile ermöglichen eine Entgeltoptimierung.
Großunternehmen und bestimmte Branchen stimmen ihre Vergütungssysteme auf steuerfreie bzw. steueroptimierte und sozialversicherungsfreie Vergütungsbausteine ab. In kleinen und mittelständischen Unternehmen jedoch bestehen auf diesem Gebiet oft noch erhebliche Potentiale. Denn bei einer Entgeltoptimierung ergibt sich die Möglichkeit, die Personalkosten erheblich zu senken oder das Nettoeinkommen der Mitarbeiter nicht unerheblich zu verbessern.
Mögliche Instrumente sind unten aufgezählt.
Möglichkeiten für eine Entgeltoptimierung durch steuer- und sozialversicherungsfreie Gehaltsbestandteile sind z.B.:

  • Sachbezug Benzin (Tankgutscheine)
  • Restaurantschecks (auch im Lebensmitteleinzelhandel einlösbar)
  • Fahrtkostenzuschüsse
  • Kindergartenzuschüsse
  • Personalrabatte
  • Internetpauschalen etc.

Zu beachten ist:
  • Die steueroptimierten Gehaltsbestandteile müssen zusätzlich zum vertraglich bzw. tariflich festgelegten Gehalt gezahlt  werden,
Bei der Gestaltung der Entgeltoptimierung sollten u.a. folgende Gesichtspunkte berücksichtigt  werden:

1. Die steueroptimierten Entgeltbausteine dürfen nur zusätzlich zum laut Arbeits- oder Tarifvertrag ohnehin geschuldeten Lohn/Gehalt gezahlt werden. Hierbei steht es dem Arbeitgeber frei, mit seinen Mitarbeitern z.B. im Rahmen von Gehaltserhöhungen die steueroptimierten Bausteine anstatt einer Barerhöhung zu vereinbaren.

Wichtig: Der bestehende Arbeitsvertrag bleibt grundsätzlich unberührt. Die ergänzende Vereinbarung muss an das bestehende Vertragswerk angepasst werden.
  • mögliche Verschlechterungen der sozialen Absicherung der Mitarbeiter sind zu berücksichtigen und
2. Mögliche Verschlechterung der Mitarbeiter in der sozialen Absicherung. Weil die steueroptimierten Gehaltsbestandteile nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen, erwirbt der Arbeitnehmer hieraus auch keine Ansprüche für Fälle von längerer Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Rente. Falls gewünscht, müsste hierzu ein individuelles Ausgleichskonzept erarbeitet werden.
  • der Verwaltungsaufwand sollte geringer sein als die finanziellen Vorteile.
3. Der Verwaltungsaufwand sollte die finanziellen Vorteile nicht kompensieren. Dank verfügbarer EDV-Lösungen ist es mittlerweile vielfach möglich, die Einführung, Umsetzung und Verwaltung der Entgeltoptimierung per Mausklick zu erledigen. Außerdem sind Anbieter verfügbar, die sich auf entsprechende Dienstleistungen spezialisiert haben.

Sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer lohnt es sich in vielen Fällen, die Möglichkeiten einer Entgeltoptimierung zu prüfen.

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