Rechnungsfehler ohne Strafzins.

Rechnungen müssen sämtliche gesetzliche Rechnungsbestandteile ausweisen, damit der Unternehmer daraus die Vorsteuer ziehen kann. Bei Fehlern ist eine berichtigte Rechnung anzufordern. Die Vorsteuer konnte bisher allerdings erst dann gezogen werden, wenn die korrigierte Rechnung vorlag.
In der Zwischenzeit liefen häufig Zinsen zu Lasten des Unternehmers von 6% p.a. auf. Jetzt haben der Europäische Gerichtshof und der Bundesfinanzhof zugunsten des Unternehmers folgendes entschieden: Liegt eine berichtigungsfähige Rechnung vor, wirkt die Rechnungskorrektur auf den Zeitpunkt der ursprünglichen Rechnungsausstellung zurück. Die Verzinsung entfällt. Unternehmer können in dieser Sache aufatmen.